40 Jahre NWKV - Thomas Plau

geschrieben von Kei Sallmon am 01.09.2021 in Kategorie News

Thomas Plau, 1. Vorsitzender des NWKV - 3. Dan

das Interview führte Liam Lesch


Kendo

Thomas Kampfsport-Werdegang beginnt mit einer Kampfkunstaufführung der Taekwondo-Koryphäe Kwon Jae-Hwa. Davon beeindruckt, macht Thomas die ersten Schritte in die Kampfkunst: Mit 7 beginnt er mit Jiu Jitsu, ab 11 Jahren trainiert er Taekwondo nach Kwon Jae-Hwa. Hier durfte er sich eine ganze Weile, auch ziemlich erfolgreich, austoben. Bishin zum Vize Europameister Junioren im Freikampf, Europameister Formen und Bruchtest Junioren. Mit 15 begann Thomas parallel mit Bo-und Hanbo Jutsu. Ab Mitte 20 startete er, für rund 10 Jahre, mit WingTsun und Wing Chun, um dann seit 2000 seine Heimat im Kendo zu finden. 2014 wurde er zum Schatzmeister und 2020 zum Präsidenten des NWKV gewählt.

Der Schüler

Der Kendo-Weg beginnt für Thomas in Fulda, Hessen. Das Training wurde dort von Bernd Schwab, vielen Kendokas bekannt als Besitzer des Kendo Onlineshops Kendo24.com, geleitet. Thomas besuchte häufig den Kendo-Club Katana Frankfurt e.V., in welchem er beim heutigen Präsidenten des Deutschen Kendo Bundes (DKenB), Uwe Kumpf, sowie zahlreichen weiteren hochrangigen Senseis trainieren, bzw. an deren Seminaren teilnehmen konnte. Thomas beruflicher Werdegang führt ihn weiter durch Deutschland und andere Dojos, bis er letztendlich in Bielefeld ankommt. In der kurz vorher erweiterten Kendo-Abteilung nach Bielefeld, des Dojo Lemgo-Lippe e.V. wird er schnell gebeten, das Training zu übernehmen. Heute kann Thomas auf 12 Jahre Kendo im Dojo Lemgo-Lippe e.V. zurückblicken.

Der Trainer

Die Rolle des Trainers einzunehmen, empfindet er nicht immer als eine leichte Aufgabe. Alle anderen auf dem Kendo-Weg weiterzubringen, bedeutet für ihn, die eigenen Ziele und Ambitionen hintenanzustellen, und sich voll und ganz auf die zu konzentrieren, die er unterrichtet. Erhält er jedoch die Chance, sich um sein eigenes Kendo zu kümmern lässt er sich von anderen, zum Beispiel dem Chef-Trainer des NRW-Kaders, Thorsten Mesenholl, inspirieren und weiterbringen. Auch wenn er sich für andere zurücknimmt, verliert er nie seinen eigenen Weg, seine eigene Richtung aus dem Kopf. Seine eigene Richtung wird dabei durch die Faszination des Kendo-Weges getragen. Diese gründet sich in der, vielleicht zunächst paradox wirkenden fast partnerschaftliche Beziehung zweier Kontrahenten, welche für die Tradition dieser Budo-Disziplin charakteristisch ist. Dieses Miteinander im Gegeneinander begeistert ihn. Diese Atmosphäre wird von einer Etikette gerahmt, welche die Achtung des Gegenübers und Fairness in den Fokus rückt. Die Wirkung, die diese Haltung im Kendo entstehen lässt, erlebt Thomas nicht nur in seinem eigenen Dojo, sondern in ganz NRW als familiär.

Der Präsident

Bei der familiären Weitergabe von Tradition, Etikette und Atmosphäre von Generation zu Generation hat Thomas in seinem eigenen Leben angesetzt, indem er seinen Sohn zum Kendo gebracht hat. Die Verantwortung für die aktuelle Generation von Kendokas in NRW übernimmt Thomas durch sein Amt als Vorsitzender des Verbandes. Dieser, und allen kommenden Generationen von Kendoka, möchte Thomas folgendes mit auf den Weg geben:


„Viele Wege führen zu euren Zielen. Wichtig ist, sich Offenheit beizubehalten, um den richtigen Weg zu eurem Ziel einschlagen zu können.“

zuletzt aktualisiert: 13.09.2021 » zurück zu Aktuelles